By Stephan Günzel, Dieter Mersch

Vom Tafelbild über den movie bis zum 3D-Bild. Bilder überfluten uns in allen Bereichen der Gesellschaft, der Umgang mit digitalen Bildern wird immer wichtiger. Seit dem Pictorial oder Iconic flip haben sich auch die Kulturwissenschaften des Themas angenommen und eine Wissenschaft vom Bild und der Bildwahrnehmung begründet. Das Handbuch gibt erstmals einen umfassenden Überblick, erläutert Grundlagen wie Semiotik, Phänomenologie und Ikonologie, analysiert verschiedene Einzelmedien und sich anschließende Bilddiskurse. Ein abschließender Teil beleuchtet die Bildtheorien verschiedener Disziplinen, und wie sich diese als Bildwissenschaft verstehen.

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Bild: Ein interdisziplinäres Handbuch

Vom Tafelbild über den movie bis zum 3D-Bild. Bilder überfluten uns in allen Bereichen der Gesellschaft, der Umgang mit digitalen Bildern wird immer wichtiger. Seit dem Pictorial oder Iconic flip haben sich auch die Kulturwissenschaften des Themas angenommen und eine Wissenschaft vom Bild und der Bildwahrnehmung begründet.

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B. jene des Urheberrechts und des (geistigen) Eigentums (Bruhn 2009, 115–130). Die Problematik des Konsums sowie des falschen oder richtigen Gebrauchs spielt noch in einer anderen häufig anzutreffenden Bildpraxis eine entscheidende Rolle: dem Ikonoklasmus. Die Verunstaltung oder Zerstörung gehört zu den frühesten und energischsten Formen des Bildhandelns (Latour et al. 2002). Für diesen destruktiven Umgang stehen z. B. Bilderverbote, die römische Praxis der Pfropfung von Götterstatuen durch Herrscherköpfe, das Zerschneiden von Gemälden, die ›Kastration‹ oder Demolierung von Denkmälern im Kontext christlicher Kulturkämpfe, der Bildraub als kriegerischer Akt, die Lächerlichmachung und Konfiszierung ›entarteter Kunst‹, das Übersprühen von Wahlplakaten sowie das Verbrennen von illuminierten Manuskripten oder Fetischen.

Unabhängig von Dichte und Ausmaß dieser Gefüge ist entscheidend, dass sich Letztere grundlegend in die aus ihnen hervorgehenden Bilder einschreiben und diese auf je eigene Art formieren. Die Mittel, Umstände und Strategien der Erzeugung sind wirksam, auch wenn man sie an den Bildern selbst nicht mehr ablesen kann. Wird von der Ebene der Produktion hin zu jener der Distribution gewechselt, dann lassen sich dort ebenso höchst verschiedene materielle Bedingungsgefüge feststellen. Auch die Übermittlung und Verbreitung von Bildern ist an Dispositive, logistische und ökonomische Strukturen sowie an technische und mediale Voraussetzungen gebun- 27 den.

Zu klären bleibt, worauf der Begriff ›Praxis‹ jeweils abhebt. Erneut lassen sich Ebenen differenzieren: So sind Bilder Produkte unterschiedlichster Herstellungs- sowie Darstellungspraktiken. Sie sind aber gleichzeitig auch eingebunden in äußerst heterogene Praktiken des Gebrauchs, in denen sie eine Unzahl an Funktionen und Zwecken erfüllen. Des Weiteren lässt sich die Wahrnehmung des Bildes als eine Form der Sehpraxis verstehen. Nicht zuletzt kommt die Prozesshaftigkeit des Bildes selbst ins Spiel.

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