By Sonja Weber-Menges

Die Arbeit ist einer klassischen Fragestellung der Sozialstrukturforschung gewidmet - der Frage nach dem Schicksal der Arbeiterschaft im Zuge des sozialen Wandels. Im Mainstream der deutschen Sozialstrukturforschung hat sich die Vorstellung verbreitet, dass mit der allmählichen Auflösung der Klassen und Schichten auch die "Arbeiterklasse" verschwindet und zusammen mit den Angestellten in der großen Masse der Arbeitnehmer aufgeht. Diese "Auflösungsthese" bildet den Ausgangspunkt der Untersuchung, die am Beispiel der Frage "Arbeiterklasse oder Arbeitnehmer?" gleichzeitig das allgemeine challenge behandelt, ob guy in der heutigen Zeit noch in soziologisch gehaltvoller Weise von Klassen und Schichten reden kann, innerhalb derer sich soziale Ungleichheit strukturiert. Soziallage, Lebenschancen und Lebensstile bilden dabei die drei zentralen Dimensionen.

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Definition und Eingrenzung der Untersuchungsgruppen 47 Arbeiterschaft im sekundaren Wirtschaftssektor wie Maurer, Schreiner, Installateure und Heizungsbauer, Dachdecker, Kfz-Mechaniker oder andere Handwerksberufe. Arbeiter sind jedoch ebenfalls im tertiaren Sektor (44,0%)36 und zu einem sehr geringen Teil auch im primaren Sektor (Land- und Forstwirtschaft; Fischerei) tatig. 37 1m Jahr 1999 waren nur 25,4% aller Arbeiter weiblich. Auch in den unterschiedlichen Wirtschaftssektoren waren Arbeiterinnen hier unterschiedlich stark vertreten.

1st vor allem der Beruf heute tiberhaupt noch ausschlaggebend? • Mit we1chen anderen Verteilungskriterien fUr soziale U ngleichheiten stehen die traditionellen vertikalen Schichtdeterminanten in Konkurrenz? Welche anderen Verteilungskriterien, wie beispielsweise horizontale Faktoren, sind dabei in der heutigen Gesellschaft pragend oder wirken sich zusatzlich differenzierend aus? • Wie wirken sich statusinkonsistente Lagen auf Lebenschancen und vor allem auf den subjektiven Bereich aus? We1che Auswirkungen haben beispielsweise unterschiedliche Herkunftsmuster, individuelle Mobilitatswege oder auch inhomogene Heiratskreise auf Lebenschancen und vor allem auf den subjektiven Bereich der Meinungen, Einstellungen, Praferenzen, des Geschmacks und der LebensfUhrung?

Auch Vester und Koch gehen von einem Weiterbestehen von Klassenstrukturen und somit auch von einem Weiterbestehen einer Arbeiterklasse aus, wobei allerdings Koch neben Bildungs- und Ausbildungsgrad auch Entscheidungsbefugnis als Hauptdifferenzierungskriterium heranzieht. Vester hingegen wagt in gewisser Weise den Versuch einer Verbindung und Kombination moderner Klassen- und Schichtanalyse mit Lebensstil- oder Milieuanalyse, wobei diese Verbindung jedoch besonders beziiglich der Arbeiterschaft empirisch nicht deutlich genug nachvollziehbar ist und eine mangelnde theoretische Ver- 16 Auf diese Gefahr weist auch vor aHem GeiBler (1996a: 3221) deutlich hin.

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